Reisebloggermontag: Auf den Spuren der Elche: die Roadtrips von MooseAroundTheWorld

blogg.de: „Liebe Anke, lieber Thorsten, ihr teilt Eure Reiseerlebnisse auf moosearoundtheworld.de. Auch wenn Euch diese Frage sicherlich zum Hals raushängt und die Antwort bereits auf Eurem Blog zu finden ist – erklärt doch unseren Lesern noch einmal, was es mit dem Namen auf sich hat!“

Anke & Thorsten auf dem Tafelberg in Südafrika (c) moosearoundtheworld.de
Anke & Thorsten auf dem Tafelberg in Südafrika (c) moosearoundtheworld.de

Anke & Thorsten: „Unsere erste gemeinsame Reise führte uns in den hohen Norden nach Norwegen und Schweden. In den Wäldern von Schweden haben wir damals schon Ausschau nach Elchen gehalten – hatten aber kein Glück. Ein Jahr später in Kanada war es dann soweit. Direkt vor uns lief eine Elchmama mit Baby über die Straße. Das klingt aufregend, aber wenn diese riesigen Tiere vor einem stehen wird einem doch ein wenig anders. Seit unserer ersten Elch-Begegnung haben wir diese Tiere ins Herz geschlossen. Elche leben in vielen unserer Lieblingsländer: Norwegen, Schweden und Kanada. Sie stehen symbolisch für die vielen großen und kleinen Abenteuer, die wir auf unseren Roadtrips erleben und sie zu etwas besonderem machen.“

blogg.de: „Das Essen ist Euch auf Reisen wichtig und Euren Lesern gebt ihr gerne Tipps für gute Restaurants, die ihr vor Ort selbst getestet habt. Wir schauen mal auf Eure Reisekarte … Welche Restaurants könnt ihr für Luxemburg empfehlen?“

Anke & Thorsten: „In Luxemburg waren wir bisher nur für einen Tag. Neben groß geplanten Roadtrips packt uns an einem schönen Tag auch einfach so mal das Fernweh und wir fahren spontan in Stadt und Land der näheren Umgebung (heißt nicht mehr als 250 / 300 km pro Strecke). In Luxemburg haben wir uns mehr von kleinen Snacks ernährt als wirklich Restaurants besucht. Köstlich waren dort die noch ofenwarmen Schokoladencroissants, die in jeder Bäckerei verkauft werden. Unbedingt probieren sollte man auch die Paschtéit – zu deutsch Königinpastete. Kleine Blätterteigküchlein gefüllt mit Hähnchenragout.“

blogg.de: „Eure Hoteltipps beschränken sich aktuell auf Südafrika. Wie kommt das?“

Safari Lodge in Südafrika (c) moosearoundtheworld.de
Safari Lodge in Südafrika (c) moosearoundtheworld.de

Anke & Thorsten: „Wir lieben Roadtrips und so finden unsere Urlaub aktiv, auf der Straße, in der Natur und selten nur an einem Ort statt. Manchmal bleiben wir auch zwei oder drei Tage an einem Ort, aber nie wirklich lange in einer Hotelanlage. In Südafrika haben viele der Hotels und B&Bs trotz eines kurzen Aufenthalts einen unglaublichen Eindruck bei uns hinterlassen. Herzliche Gastgeber, fantastisches frisches Frühstück und eine liebevolle Einrichtung haben uns auch für wenige Stunden das Gefühl von zu Hause gegeben. Im Hotel De Verdwaalde Boer haben wir vermutlich eines der schönsten Unterkünfte Kapstadts erlebt. Eine stattliche Villa mit wenigen Zimmern, dafür herzlicher Service, ein wunderschöner Garten und jeden Morgen ein erstklassiges Frühstück. Die Dungbeetle River Lodge in der Nähe des Addo Elephant Park ist die Unterkunft schlechthin für einen Besuch des weltberühmten Nationalparks an der Garden Route. Die Zimmer waren urig, die Gastgeber wunderbare Guides für Safari-Touren durch den Park.  Und das Frühstück erst: Die Tomatenmarmelade auf dem köstlichen selbstgebackenen Brot … wir schwärmen noch heute davon. Das schöne an Unterkünften in Südafrika: Egal ob großer oder kleiner Geldbeutel: Man ist ein herzlich empfangener Gast. Diese Erfahrungen geben wir gerne an unsere Leser weiter.“

Zebras im Addo Elephant Park (c) moosearoundtheworld.de
Zebras im Addo Elephant Park (c) moosearoundtheworld.de

blogg.de: „Roadtrips durch die USA und Südafrika habt ihr bereits hinter Euch. Was gefällt Euch an dieser Art zu reisen?“

Anke & Thorsten: „Die Welt ist voller Wunder, die wir entdecken und erleben wollen. Das geht schlecht wenn man nur an einem Ort verweilt. Deshalb lieben wir es Länder mit dem Auto zu erkunden. Der Trollstigen in Norwegen, die Bergpässe der Schweiz und Südtirols, die hügelig verträumte Toskana, die endlosen Highways der USA, die alpinen Kulissen Kanadas oder die einzigartige Abenteuerlandschaft Islands. Jeder dieser Roadtrips war etwas besonderes. Die Liste unserer zukünftigen Wunschrouten wird länger und länger: Ein Roadtrip durch den Westen Kanadas und der USA, durch Neuseeland, Australien und Südamerika stehen da genauso drauf wie kleinere Touren durch Europa. Zum Beispiel entlang der A3. Von den Niederlanden quer durch Deutschland Richtung Österreich: die Städte und Landschaften die man dabei erleben kann – das ist genau unsere Welt.“

blogg.de: „Dieses Jahr plant ihr einen Roadtrip durch Estland, Lettland und Litauen. Erzählt mal von Euren Plänen!“

Anke & Thorsten: „Den Roadtrip durch Estland, Lettland und Litauen erleben wir als Reisetester für TUI Wolters. Wir haben von der Ausschreibung gelesen, uns mit einem Video beworben und wurde ausgewählt. Yeah, wir freuen uns riesig, denn wir waren noch nie in diesen drei sicherlich völlig unterschätzten Ländern. Die Tour wird eine Mischung aus Natur- und Stadterlebnis. Wir sind schon ganz gespannt auf so hübsche Städte wie Vilnius und Tallinn, freuen uns auf die Kurische Nehrung und so beeinduckende Orte wie den Berg der Kreuze. Mit diesem Roadtrip haben wir zusammen dann 25 Länder besucht (wir lieben Statistiken ;-))“

blogg.de: „2015 steht jeden Monat mindestens eine größere oder kleinere Reise auf dem Programm. Wie macht ihr das?“

Anke & Thorsten: „Meistens verteilen wir im Herbst des Vorjahres gedanklich unsere Urlaubstage für das nächste Jahr. Wir sind in der glücklichen Lage jeder 30 Urlaubstage zu haben und Überstunden mit Freizeit ausgleichen zu können. Das ist die wichtigste Basis für alle unsere Reisen: Zeit! Wanderungen, Radtouren oder Tagesausflüge kosten nur wenig Geld lassen sich jeden Monat mindestens einmal unterbringen. Im Januar waren wir zum Wandern auf den Traumpfaden in der Eifel unterwegs – wunderbares Winterwonderland für kleines Geld (Spritkosten für ca. 300km). Island und unser Roadtrip durch England & Wales sind natürlich kostenintensiver. Wir setzen uns für jede dieser Touren ein Budget und schauen immer nach Alternativen bei der Anreise, Unterkünften und Ausflügen. Das kostet meist sehr viel Zeit in der Vorbereitung, freut aber das Konto und erhöht das Fernweh auf die Reise. Auch bei Wochenendtrips wie Barcelona im März schauen wir immer nach guten Angeboten und sind flexibel. Die ein oder andere Kooperation mit einem Tourismusbüro oder Reiseveranstalter hilft natürlich auch dabei, viel von der Welt zu sehen. Die Frage nach dem ‚Wie macht ihr das?‘ wird uns häufig gestellt. Vielleicht sollten wir neben den ganzen Reiseberichte in Zukunft ein wenig mehr über das ‚Wie‘ und die Planung hinter der Reise berichten.“

blogg.de: „Im April geht es für Euch auf den Ruhr-Radweg – ein Roadtrip auf dem Zweirad, wenn man so will. Wie war’s?“

Anke & Thorsten: „Bisher haben wir jedes unserer geplanten Ziele für dieses Jahr umsetzen können – beim Ruhr-Radweg hat uns leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der April macht was er will, aber er war nicht wirklich schön zum mehrtägigen Radeln. Ein guter Freund hat uns von dieser Tour erzählt und noch am gleichen Abend haben wir uns die Infobroschüren aus dem Internet gezogen. Die Route führt uns von Winterberg nach Duisburg (zugegeben: Diese Richtung ist einfacher, da weitgehend bergab). Entlang der Ruhr erlebt man auf dieser Tour die entspannte Seite des Ruhrgebiets. Wir planen die Tour für eine Woche und verteilen die insgesamt 241 Kilometer auf 5 bis 6 Tage. Vor Ort suchen wir uns spontan Gasthöfe, je nachdem wie weit wir pro Tag kommen. Wir haben praktische Fahrradtaschen, in denen wir Wechselklamotten, einen kleinen Kulturbeutel, das wichtigste Werkzeug für die Räder und unserere Kameraausrüstung verstauen. Die GoPro fährt natürlich vorne am Lenkrad mit. Wichtigstes Proviant sind neben Wasser ein paar salzhaltige Snacks wie Müsliriegel oder Erdnüsse. Die sind leicht und geben einen kleinen Energiekick zwischendurch.“

blogg.de: „Warum bloggt Ihr? Ihr könntet schließlich genauso gut einfach durch die Welt fahren, die Bilder im Kopf haben und sie dort lassen – warum so öffentlich?“

Anke & Thorsten: „Bei der Vorbereitung zu unserem Roadtrip durch die Schweiz und Italien im Jahr 2012 haben wir zu einigen Zielen nur schwer Informationen finden können. Wir haben uns daraufhin vor Ort viele Hinweise notiert, um anderen die Reisevorbereitung zu erleichtern. Damals hatten wir erstmals die Idee einen Blog zu gründen, um unsere gesammelten Tipps anderen zur Verfügung zu stellen. Wir lesen schließlich selbst oft bei Tripadvisor und anderen Foren, holen uns Tipps und möchten auch was zurückgeben. Außerdem finden wir unsere Fotos und Erzählungen einfach spannend und lesenswert – die Kommentare unserer Leser geben uns da recht.“

blogg.de: „Viele Blogger widmen sich dem Travelblogging, weil es dafür vermeintlich auch Übernachtungen in Luxushotels und Business-Class-Flüge gibt. Wie sieht es bei Euch mit dem ‘Sponsored travelling’ aus?“

Anke & Thorsten: „Wenn das die einzige Motivation ist zu bloggen hat man vermutlich nicht wirklich lange Freude daran. Wir sagen zu „Sponsored travelling“ natürlich nicht nein, sondern freuen uns, wenn ein Reiseveranstalter, eine Airline oder ein Hotel uns einlädt und gerne mit uns zusammenarbeiten möchte. Vor allem weil man dabei vielleicht eine Ecke von der Welt sieht, die man sonst gar nicht so auf der Wunschliste stehen hatte. Ein Luxushotel ist eine schöne Sache und wenn es zum Ort, unserer Route und dem Geldbeutel passt, gönnen wir uns das: Unabhängig von irgendeinem Sponsor. Einfach, weil es uns in dem Moment glücklich macht.“

blogg.de: „Was wäre Euer Lieblingsziel über das Ihr gerne einmal bezahlt berichten würdet?“

Anke & Thorsten: „Ein Roadtrip durch Neuseeland und oder Australien steht unabhängig von der Bezahlung oder einem Sponsor ganz oben auf unserer Wunschliste. Neben dem nötigen Kleingeld braucht man für diese Tour nämlich neben Gesundheit das wichtigste im Leben überhaupt: Ganz schön viel Zeit.“

blogg.de: „Ganz allgemein zum Thema Blogs. Wie seht Ihr die Entwicklung in Sachen Blogging und Refinanzierung des Lebensunterhalts durch einen Blog?“

Anke & Thorsten: „Wenn jemand durch Fotografie, Schreiben von Texten, Beratung oder einer Mischung aus all diesen Dingen seinen Lebensunterhalt finanzieren kann finden wir das klasse. Vor allem zeigt das nämlich, dass dieser jemand eine unglaubliche Leidenschaft für seinen Blog und seine Tätigkeit aufbringt. Genau diese Reiseblogs lesen wir und freuen uns, die Blogger durch Affiliates oder den Kauf von eBooks unterstützen zu können. Die vielen „Kündige-deinen-Job-und-mach-einen-Blog-als-Coaching-Plattform-Blogs“ schießen zwar gerade wie Pilze aus dem Boden, sind aber nicht unser Ding. Vielleicht weil wir sehr glücklich in unseren Jobs sind und keine Motivation haben alles über den Haufen zu schmeißen.“

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