Saskia und Johann von travellus.de

Saskia und Johann leben, reisen und bloggen gemeinsam - Fotos: travellus.de
Saskia und Johann leben, reisen und bloggen gemeinsam –
Fotos: travellus.de

Sie lieben sich. Und das Reisen. Saskia und Johann erkunden gemeinsam die Welt. Getreu dem Motto: „Geteiltes Fernweh ist doppeltes Fernweh.“ Unter travellus.de halten die beiden ihre Erlebnisse fest. Richtig spannend wird es auf dem Blog Ende Dezember.

Dann nämlich startet das Pärchen seine Reise um den Globus.

Los geht es in Australien. Die Rückkehr ist nach einem Jahr geplant. „Ungefähr. Wir werden die Reise beenden, wenn uns das Geld oder die Reiselust ausgeht“, sagen sie. Momentan laufen die Vorbereitungen an: „Wir sind dabei eine To-Do-Liste zu erstellen, was wir bis zum Ende des Jahres noch erledigen müssen, um dann unbeschwert in unsere Auszeit starten zu können.“ Die einzelnen Schritte sind bald unter travellus.de nachzulesen.

Das Wörtchen „Auszeit“ klingt nach Alltagsflucht. Doch die steht für Saskia und Johann nicht an erster Stelle: „Wir sind von unserem Alltag gar nicht so sehr genervt. Wir haben eine tolle Wohnung in der schönsten Stadt der Welt. Haben wunderbare Freunde und eine grandiose Familie um uns herum.“ Gleichzeitig hören beide immer wieder „dieses kleine Männchen im Kopf“. Das fragt: „War das jetzt schon alles?“

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, brechen Saskia und Johann auf. Ein Jahr lang wollen sie die schönsten Ecken unserer Erde kennenlernen. Welche das sein werden, steht noch nicht fest. Eins ist allerdings klar: Vermissen werden beide vor allem Freunde und Familie. „Und wahrscheinlich unser Lieblingsbrot vom Lieblingsbäcker – aber was nimmt man nicht alles in Kauf?“, ergänzen sie augenzwinkernd.  Wie geht es nach der Rückkehr weiter? Darüber haben sich beide noch keine großen Gedanken gemacht. „Meistens fügt sich ja doch alles irgendwie, auch wenn es mal nicht so läuft“, ist ihre Einstelllung.

Mit Saskia und Johann in #Portugal

Auf ihrer letzten Reise erkundeten die beiden den Süden Portugals mit einem VW T2. „Schon allein wegen dem grandiosen Gefährt war es eine wunderschöne Zeit“, schwärmen sie. Begeistert sind sie auch heute noch von den atemberaubenden Stränden und ruhigen Stellplätzen, den sternenklaren Nächten und der Landesküche. Schöne Erinnerungen haben sie an die Natur im Alentejo („Wir hatten einen  Strand am tosenden Atlantik ganz für uns allein!)“. Und an das Couchsurfing in Lissabon. Saskia und Johann: „Durch die Menschen, die wir kennengelernt haben, haben wir einen völlig neuen Blick auf das Land bekommen.“

Möglichst unbekannte Inseln entdecken. Darum geht es Saskia und Johann nicht. Es zieht sie genauso an beliebte wie bekannte Destinationen. Hier wollen sie ihre ganz eigenen Erinnerungen schaffen. So geschehen bei einer Rundreise durch den Südwesten der USA. „Die Route war nicht sonderlich einfallsreich”, meinen sie. Doch das spielt keine Rolle: “Egal  wie viele Menschen vor uns diese Strecke gefahren sind und nach uns  noch fahren werden – wir werden immer daran zurückdenken.“

Es sind Erinnerungen an eine Reise auf der sie …

… erstmals die Weite des Grand Canyon erfasst haben.
„Darauf bereitet dich kein Bild dieser Welt vor.“

… im Yosemite National Park einen ganzen Tag lang gewandert sind.
„Ohne auf nur einen einzigen Menschen zu treffen!“

… völlig ungeplant auf der Route 66 gelandet sind.
„Dort haben wir die einsamste Tankstelle der Welt gefunden.“

… im Haus einer verrückten Republikanerin geschlafen haben.
„Die dachte ihr toter Mann kontrolliert ihren Waffenschrank.“

… auf der sie zum ersten Mal Wale gesehen haben.
„Einfach so vom Strand aus.“

Vielleicht haben auch viele andere Menschen ähnliche Erinnerungen. „Nur wir haben diese Erinnerung miteinander“, sind sich Saskia und Johann sicher.

Vier Fragen an: Saskia & Johann

Ihr betretet Euer Hotelzimmer. Was machst Ihr als erstes?

„Wenn wir mal in einem Hotel übernachten läuft das fast immer gleich ab: Die Rucksäcke landen vorm Bett und dann landen wir beide mit einem großen Schwung auf der Matratze. Als nächstes ist der Ausblick aus dem Fenster dran und keine fünf Minuten später haben wir es schon geschafft, unseren Kram so im Hotelzimmer zu verteilen, dass wir es selbst kaum noch bis zur Tür schaffen.“

Was habt Ihr immer im Gepäck?

„Das klingt fast ein bisschen zu mainstreamig für unseren Geschmack, aber wenn wir ganz ehrlich sind: das Smartphone. Wir haben alle Tickets, Karten, Reiseführer, Bücher und Musik auf dem kleinen Teil. Ohne würde wir uns hoffnungslos verirren.“

Warum würdet Ihr eine Destination wiederholt besuchen & Was hält Euch von einer Rückkehr ab?

„Wir würden an fast alle Ziele, die wir bisher besucht haben, zurückkehren. Wenn du das zweite Mal in den gleichen Ort oder die gleiche Region fährst, stellt sich bei uns so ein merkwürdiges „Heimat“-Gefühl ein. Man kennt die Straßen ein bisschen, kennt ein paar Locations, kennt die Kultur und weiß ein bisschen besser mit den Menschen dort Ort umzugehen. Tatsächlich sind wir bereits an ein paar wenige Destinationen zurückgekehrt: London, Prag, Budapest und die Britischen Jungferninseln haben wir nicht nur einmal betreten. Aber eigentlich hat unsere Erde so viele Ziele zu bieten, die wir gern noch mit eigenen Augen sehen würden, dass uns das Neue dann doch mehr anzieht.“

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