Reisebloggermontag: Eure Reisepannen #2: Sprachbarrieren – „Je suis un Crossiant!“

Letzte Woche hat uns Sabine von reisenomadin.de von ihrem Interkulturellen Missgeschickt erzählt. Heute berichtet Lynn von kleinen Sprachbarrieren und wie man sie charmant überwindet. Ihren Reiseblog lieschenradieschen-reist.com haben wir hier vorgestellt.

Zum Glück habe ich noch nie eine richtige Reisepanne erlebt, allerdings gibt es manchmal diese kleinen Missverständnisse, die entstehen, wenn man in einer fremden Sprache kommuniziert.

Lynn, lieschenradieschen-reist.com

Ich erinnere mich noch an eine Situation, da saß ich völlig erschöpft in einer Hotellobby in Windhoek, Namibia. Neben mir mein ramponiert aussehender Rucksack, der mich gerade drei Wochen durch das südliche Afrika begleitet hatte. Mein Taxi zum Flughafen hatte Verspätung und dementsprechend war auch meine Laune.
Da sprach mich ein älterer Herr freundlich auf Englisch an:

„Do you hitchhicked all the way to Windhoek?“

Ich hatte leider keine Ahnung mehr was „hitchhike“ überhaupt bedeutet, war aber zu kaputt, um vernünftig zu antworten:

„Hm? Ehh. Yeah. I did.“
„Oh really? Alone as a girl? That is amazing!“

Erst da ging mir ein Licht auf, worum es wirklich ging. Nun war ich nicht mehr kaputt, sondern ziemlich beschämt dem Mann etwas Falsches erzählt zu haben.
Als ich das Missverständnis aufklären wollte, verabschiedete sich dieser allerdings schon mit:

„Nice to talk to you. I need to find my wife. Goodbye and safe travels!“

Ich will nicht wissen, was er seiner Frau später über mich erzählt hat…

Es gibt noch viele solcher Geschichten. Über Versprecher im Dormroom: „You are snorkling“, statt snoring, bis hin zu wahnsinnigen Bestellungen in Frankreich: „Je suis un Croissant. Ehhhhhmmm. Je voudrais un Croissant!!!“(„Ich bin ein Croissant. Ehhhhmmm. Ich möchte ein Croissant!!!“).

Aber genau das macht das Reisen ja auch so abwechslungsreich und meistens bringen gerade solche Versprecher einen doch ins Gespräch mit anderen. Und falls man noch damit beschäftigt ist in Grund und Boden zu versinken, hat man spätestens für zu Hause eine lustige Geschichte auf Lager. Allerdings habe ich eine Sache aus den ganzen Versprechern gelernt: Es ist keine Schande mal nachzufragen, wenn man etwas nicht verstanden hat. Genauso wenig sollte man sich allerdings für seine Aussprache oder mangelnde Vokabeln schämen oder ärgern, es gibt nur einen Weg mit einander zu kommunizieren und den sollte man nutzen.

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