Die Fußball-WM der Frauen 2019 in Frankreich war ein Wendepunkt für den internationalen Frauenfußball. Rekordeinschaltquoten und gesteigerte mediale Aufmerksamkeit zeugten von der wachsenden Popularität des Turniers.
Vom 7. Juni bis 7. Juli 2019 kämpften 24 Nationalmannschaften in neun französischen Städten um den begehrten Titel. Das Turnier diente auch als Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020.
Das Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Frankreich und Südkorea endete mit einem überzeugenden 4:0-Sieg für die Französinnen und setzte den Ton für ein dynamisches Turnier.
Schlüsselerkenntnisse
- Die Fußball-WM der Frauen 2019 markierte einen Wendepunkt für den Frauenfußball.
- Rekordeinschaltquoten und gesteigerte mediale Aufmerksamkeit.
- 24 Nationalmannschaften kämpften um den Titel.
- Das Turnier diente als Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020.
- Das Eröffnungsspiel endete mit einem 4:0-Sieg für Frankreich.
Die Fußball-WM der Frauen 2019 in Frankreich
Im Jahr 2019 fand in Frankreich die achte Auflage der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft statt. Dieses Turnier brachte 24 Nationalmannschaften aus aller Welt zusammen.
Austragungsorte und Organisation
Die Auslosung der Endrundengruppen erfolgte am 8. Dezember 2018 um 18:00 Uhr in Paris. Die 24 teilnehmenden Mannschaften wurden anhand der FIFA-Weltrangliste auf vier Lostöpfe verteilt. Die Gruppenphase umfasste 36 Spiele und fand vom 7. bis 20. Juni statt.
Das Eröffnungsspiel wurde am 7. Juni um 21:00 Uhr ausgetragen, wobei die Gastgeberinnen aus Frankreich als Kopf der Gruppe A gesetzt waren.
Teilnehmende Mannschaften und Gruppenphase
Vier Teams gaben ihr WM-Debüt: Schottland, Chile, Jamaika und Südafrika. Die USA traten als Titelverteidigerinnen in Gruppe F an. Die Gruppenphase war geprägt von spannenden Spielen, insbesondere in Gruppe C, wo Australien, Brasilien und Italien punktgleich waren und die Tordifferenz entschied.
Die Spielerinnen mussten sich mit neuen Regeländerungen vertraut machen, darunter präzisierte Handspielregeln und modifizierte Abstoßverfahren.
Herausragende Spielerinnen des Turniers
Die WM 2019 war ein Turnier der Superlative, dank Spielerinnen, die ihre Teams maßgeblich unterstützten. Einige Athletinnen zeichneten sich durch außergewöhnliche Leistungen aus und prägten den Verlauf des Turniers.
Megan Rapinoe – Die Torschützenkönigin
Megan Rapinoe war eine der herausragenden Spielerinnen der WM 2019. Sie wurde zur Torschützenkönigin und erhielt den Goldenen Ball als beste Spielerin des Turniers. Ihre sechs Tore, darunter zwei beim 2:0-Sieg gegen Frankreich im Halbfinale, waren entscheidend für den Erfolg der US-amerikanischen Mannschaft.
Sari van Veenendaal – Die beste Torhüterin
Sari van Veenendaal, die niederländische Torhüterin, zeigte eine beeindruckende Leistung während des gesamten Turniers. Sie wurde zur besten Torhüterin gewählt und spielte eine Schlüsselrolle beim überraschenden Erfolg der niederländischen Mannschaft.
Weitere Schlüsselspielerinnen
Neben Rapinoe und van Veenendaal prägten weitere außergewöhnliche Spielerinnen das Turnier. Einige der bemerkenswerten Leistungen waren:
- Alex Morgan (USA), die sechs Tore erzielte, darunter fünf beim historischen 13:0 gegen Thailand am 11. Juni um 21:00 Uhr.
- Die englische Verteidigerin Lucy Bronze, die mit ihrer Dynamik und ihrem Offensivdrang beeindruckte, gekrönt durch ihr spektakuläres Tor im Viertelfinale gegen Norwegen am 27. Juni um 21:00 Uhr.
- Wendie Renard, die 1,87 Meter große Verteidigerin Frankreichs, die ihre Kopfballstärke für wichtige Tore nutzte.
- Die brasilianische Legende Marta, die mit ihrem 17. WM-Tor einen neuen Rekord aufstellte.
- Die italienische Stürmerin Cristiana Girelli, die ihr Team mit einem Hattrick gegen Jamaika am 14. Juni um 18:00 Uhr ins Viertelfinale führte.
Dramatische Momente der Gruppenphase
Die Fußball-WM der Frauen 2019 begann mit einer Gruppenphase, die voller Überraschungen und Dramatik steckte. In dieser Phase des Turniers ereigneten sich zahlreiche denkwürdige Spiele, die die Zuschauer in Atem hielten.
Der Rekordsieg der USA gegen Thailand
Eines der herausragendsten Spiele war der Rekordsieg der USA gegen Thailand. Dieses Spiel zeigte die Dominanz der US-amerikanischen Mannschaft und endete mit einem historischen Ergebnis.
Frankreichs starker Turnierauftakt
Frankreich, als Gastgeber, startete mit einem starken Auftritt in das Turnier. Die französische Mannschaft überzeugte mit ihrer Leistung und sicherte sich einen erfolgreichen Beginn in der Gruppe.
Überraschungen und Enttäuschungen
Die Gruppenphase war auch geprägt von Überraschungen und Enttäuschungen. Einige der Höhepunkte waren:
- Italien überraschte mit einem 2:1-Sieg gegen Australien am 9. Juni um 13:00 Uhr und zog später als Gruppensieger ins Achtelfinale ein.
- Argentinien sorgte für Aufsehen, als es am 10. Juni um 18:00 Uhr gegen Japan ein 0:0 erreichte und damit seinen ersten WM-Punkt holte.
- Das dramatischste Spiel fand am 19. Juni um 21:00 Uhr zwischen Schottland und Argentinien statt, wo die Südamerikanerinnen einen 0:3-Rückstand aufholten und ein 3:3 erreichten.
- Die deutsche Mannschaft überzeugte in Gruppe B mit drei Siegen ohne Gegentor, darunter ein wichtiger 1:0-Erfolg gegen Spanien am 12. Juni um 18:00 Uhr.
- Japan enttäuschte mit durchwachsenen Leistungen in der Gruppe D und qualifizierte sich nur als Gruppenzweiter für die K.o.-Runde.
Diese Ereignisse zeigten die Unberechenbarkeit der Gruppenphase und setzten den Ton für das weitere Turnier.
Der Weg ins Finale
Die Fußball-WM der Frauen 2019 erreichte mit der K.o.-Runde eine neue Ebene der Spannung und des Wettbewerbs. Nach einer erfolgreichen Gruppenphase startete die K.o.-Runde, in der die besten Teams um den Titel kämpften.
Die K.o.-Runde: Achtel- und Viertelfinale
Die K.o.-Runde begann mit den Achtelfinalspielen, in denen einige der favorisierten Teams ihre Favoritenrolle bestätigten, während andere überraschende Ergebnisse lieferten. Im Viertelfinale trafen die verbleibenden Teams aufeinander, wobei einige spannende Duelle zu verzeichnen waren. Die Spiele waren geprägt von taktischen Auseinandersetzungen und herausragenden individuellen Leistungen.
Die Gruppe der besten Acht war sehr ausgeglichen, was zu einer hohen Wettbewerbsintensität führte. Jedes Team brachte seine Stärken zum Vorschein und kämpfte um das Weiterkommen.
| Runde | Datum | Uhrzeit | Teams | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Achtelfinale | 22. Juni | 21:00 Uhr | Norwegen – Australien | 1:4 |
| Viertelfinale | 27. Juni | 21:00 Uhr | Frankreich – USA | 1:2 |
Die Halbfinalspiele
Das erste Halbfinale am 2. Juli um 21:00 Uhr in Lyon zwischen England und den USA entwickelte sich zum packenden Schlagabtausch zweier offensivstarker Teams. Die Amerikanerinnen behielten durch Treffer von Christen Press und Alex Morgan mit 2:1 die Oberhand.
Besonders symbolträchtig war Alex Morgans Siegtreffer zum 2:1, den sie an ihrem 30. Geburtstag erzielte. Ihr Erfolg unterstrich den rasanten Aufstieg des US-Teams in den letzten Jahren.
Das zweite Halbfinale am 3. Juli um 21:00 Uhr zwischen den Niederlanden und Schweden entwickelte sich zu einem zähen taktischen Duell, das erst in der Verlängerung durch Jackie Groenen entschieden wurde. Für die Niederlande bedeutete der Sieg den ersten Einzug in ein WM-Finale überhaupt.
Das Finale: USA gegen Niederlande
Das Finale der Fußball-WM der Frauen 2019 zwischen den USA und den Niederlanden war ein denkwürdiges Ereignis. Es fand unter großer Spannung statt und wurde von zahlreichen Zuschauern weltweit verfolgt.
Der Spielverlauf
Das Finale begann um 17:00 Uhr und war von Anfang an intensiv. Die niederländische Mannschaft startete stark, doch die US-Mannschaft konnte ihre Erfahrung und Stärke bald unter Beweis stellen.
In der 27. Minute zeigte die niederländische Torhüterin Sari van Veenendaal zwei atemberaubende Paraden gegen Julie Ertz und Samantha Mewis, wodurch ihre Mannschaft im Spiel blieb. „Das war ein entscheidender Moment im Spiel“, wie später viele Experten betonten.
Die entscheidenden Momente
Die Entscheidung fiel in der 60. Minute, als der Videoschiedsrichter einen Strafstoß für die USA gab. Megan Rapinoe verwandelte diesen Elfmeter in der 61. Minute und machte ihre Mannschaft mit 1:0 in Führung.
Dieser Moment war nicht nur spielentscheidend, sondern machte Megan Rapinoe auch zur ältesten Torschützin in einem WM-Finale der Frauen. „Das ist ein historischer Moment für den Frauenfußball“, kommentierte ein Beobachter.
Kurze Zeit später, in der 69. Minute, erzielte Rose Lavelle mit einem Solo das 2:0 für die USA, was den Sieg endgültig besiegelte. Nach dem Schlusspfiff um 18:55 Uhr skandierten die US-Fans „Equal Pay“ und riefen damit eine Debatte um Gleichberechtigung im Fußball ins Leben.
Fazit: Das Vermächtnis der Fußball-WM der Frauen 2019
Die Weltmeisterschaft 2019 markierte einen Wendepunkt in der Geschichte des Frauenfußballs. Mit Rekordeinschaltquoten von über einer Milliarde Zuschauern weltweit und ausverkauften Stadien dokumentierte das Turnier das wachsende Interesse an diesem Sport.
Ein Meilenstein für den Frauenfußball war der vierte Titelgewinn der USA, der ihre Dominanz unterstrich, während europäische Teams wie die Niederlande, England und Schweden ihre Fortschritte demonstrierten und die globale Wettbewerbsfähigkeit erhöhten. Abseits des Spielfelds nutzte das Turnier seine Plattform, um wichtige gesellschaftliche Themen wie Gleichberechtigung im Sport anzusprechen.
Für Gastgeber Frankreich war das Turnier trotz des Ausscheidens im Viertelfinale ein Erfolg, da es das Land für den Frauenfußball begeisterte und nachhaltige Strukturen für die Förderung junger Frauen schuf. Die Integration des Videobeweises führte zu kontroversen Diskussionen, trug aber letztlich zu faireren Entscheidungen bei.
Das Vermächtnis der WM 2019 wird sich in den kommenden Jahren in wachsenden Zuschauerzahlen, besseren Verträgen für Spielerinnen und einer gesteigerten medialen Aufmerksamkeit für den Frauenfußball zeigen. Die nächste Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland wird auf dem Erfolg von Frankreich 2019 aufbauen und voraussichtlich neue Rekorde setzen.








